Fischereiverein Oberviechtach e.V.

Archiv 2013

Erich Haberl hat am 30.09.2013 im Mühlweiher
       einen Hecht mit 103 cm und
       einem Gewicht von 8500 g gefangen
       Herzlichen Glückwunsch und "Petri - Heil"

 



Schnupperangeln 2013 vom 10.08.2013


Begeisterung für die Angelfischerei geweckt       

Streifzug in die Welt des Angelns – Beitrag  zum Ferienprogramm

Oberviechtach (baf). 23 begeisterte Kinder, die sich im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Oberviechtach für das „Schnupperangeln“ des Fischereivereins angemeldet hatten, angelten unter Anleitung erfahrener Fischer einen ganzen Abend lang mit wachsender Begeisterung. „Den habe ich gefangen“, meldeten sie stolz den wartenden Eltern und zeigten Ihren Fang, um sofort weiterzumachen, damit ja keine Minute versäumt wurde. Auch ein niedergehender kurzer Regenschauer konnte sie nicht vertreiben, zumal anschließend ein wunderbarer Sommerabend für die ertragene „Dusche“ entschädigte. Doch Wetterkapriolen gehören zu diesem Geschäft und dürfen einen angehenden Petrijünger keinesfalls aus der Ruhe bringen. Man darf annehmen, dass mancher von ihnen wie ein Fisch den Köder schluckt, um ein Leben lang ebenfalls von der Begeisterung und der Liebe zu dieser Beschäftigung mit Natur, Wasser und dessen Bewohnern getragen und „angesteckt“ zu werden.

Schnupperangeln ein Renner

Seit Tagen war die angebotene Veranstaltung wie gewohnt „ausgebucht“. Erwartungsvoll und voller Tatendrang versammelten sich die Kids im Alter zwischen 5 und 10 Jahren in Begleitung ihrer Eltern am Ufer des Lukahammerweihers. Viele hatten vorsorglich eigene Angelgeräte mitgebracht, die sie stolz präsentierten. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden und einer Belehrung in Hinblick auf Sicherheit und Unfallverhütung ging es schnell ans „Eingemachte“.

 Schmankerl vom Grill und schützendes Zelt

Die Organisatoren hatten die jungen Teilnehmer nicht wie in den Vorjahren in die klassischen Disziplinen Grundangelei, Fliegenfischen und Spinnangeln eingeteilt, die durch erfahrene Fischer zunächst theoretisch erläutert und anschließend praktiziert wurden, sondern verwertete die Erfahrungen der Vorjahre: Selber angeln wollen die Kids, alles andere ist für sie Nebensache.... Doch zunächst führte Peter Schwabenbauer in einer auch für die „alten Hasen“ beeindruckenden und lehrreichen Präsentation in die Welt der Eigenproduktion von Angelteigen, Aromastoffen und eigener Mixturen ein, wie sie auch Wettkampffischer praktizieren und deren Zusammensetzung natürlich nicht jedem auf die Nase gebunden wird. Die Schnupperangler durften selbst Hand anlegen und tüchtig kneten, bis der Köder sicher am Haken haftete. Doch dann ging es damit ans Wasser, in die Praxis. Mit vorbereiteten leichten Geräten versuchte man sein Glück und es wurden eine Menge Weißfische sicher gelandet. Den jungen Fischern wurde hier deutlich bewusst, dass auch scheinbare Kleinigkeiten über Erfolg oder Misserfolg entscheiden, Angeln also ein überaus sensibles, kreatives Geschäft ist.

Inzwischen hatten die Grillmeister des Vereins „angeheizt“ und der Duft aufgelegter Forellen, Steaks und Bratwürste lag in der Luft und lockte alle Teilnehmer zum aufgebauten Zelt, das sich als Schutz gegen die abendliche Kühle einmal mehr bewährte. Im Rahmen des angesetzten Abendangelns „schlich“ sich nach und nach so mancher Profi zu seinem Lieblingsplatz, um auf einen „Großen“ zu warten.

Alex Fröhlich hielt mit seiner Kamera die vielfältigen Eindrücke fest, um die von ihm betreute Homepage des Vereins auf dem neuesten Stand zu halten.

Veranstaltung als feste Größe im Ferienprogramm

 Das „Schupperangeln“ zeigt einmal mehr die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Anglern, die beiden Seiten zu Gute kommt. Auch nach der diesjährigen positiven Resonanz und den Erfahrungen der Vorjahre ist eine Wiederholung im kommenden Jahr geplant, wenngleich wieder Änderungen notwendig erscheinen, damit für die wiederholt teilnehmenden Kinder keine Langeweile aufkommt Die Fischer sind aber nicht ganz uneigennützig, sie haben auch den zukünftigen „Anglernachwuchs“ im Auge, ist doch Jugendarbeit für jeden Verein ein Muss. So wird die Veranstaltung wohl wie das kürzlich mit überwältigendem Erfolg durchgeführte Fischerfest zukünftig eine festen Bestandteil im Jahresprogramm der Oberviechtacher Petrijünger einnehmen.

Fischerfest 2013

Petrijünger feiern hammermäßiges" Fischerfest

Erstes Fischerfest des Fischereivereins Oberviechtach übertraf alle Erwartungen


Oberviechtach. (frd) Das konnte niemand voraussehen, dass das erste Fischerfest in Oberviechtach, gefeiert am 21. Juli so einschlägt.              

Eigentlich hätten wir es wissen müssen, denn

Wo gibt es schon am frühen Vormittag „regionale Saiblinge auf flambiertem Gemüse“ oder wo lernt einem ein Spitzenkoch das richtige Braten und Fritieren von delikaten Fischen, wozu einem von zwei jungen Burschen und einer jungen Dame bei kühlen Getränken mit Trompeten und Posaune munter aufgespielt wird?

All das gibt es nur beim „Fischerfest“ auf der Oberviechtacher Marktweiheranlage, das am Sonntag in seiner ersten Auflage gleich zu einem Bombenerfolg geworden ist und sicher auch nicht das letzte gewesen sein dürfte.

Mit so einem (erfreulichen) Ansturm von Gästen hatten die Männer und Frauen des Fischereivereins Oberviechtach um ihren Vorsitzenden Alfons Binder nie und nimmer gerechnet, denn der „Run“ auf die Forellen, Weißfische, Hechte, Zander, Wallersteaks, Fischpflanzeln oder Fischwürste begann schon am frühen Vormittag und wollte schier nicht enden, sodass Mengen von Fischen immer wieder nachgeordert und nachgeschlachtet werden mussten.

Einer der maßgeblichen Väter dieses großen Erfolges war Peter Schwabenbauer, denn das Vereinsmitglied hat einschlägige „Fischerfesterfahrungen“ und hat im Vorfeld dieses Oberviechtacher Fischerfestes unermüdlich und in den Tagen davor auch Tag und Nacht Organisations- und Vorbereitungsarbeit geleistet, wovon der Verein, insbesondere aber auch die viele Gäste profitierten.

Seine Fisch- Gewürzkombinationen bleiben sein Geheimnis, doch auch bei den Bürgerfesten hat es immer wieder geheißen „Die Fische vom Schwabenbauer Peter sind einfach die Besten“.  

Am späten Abend sehnten total erschöpfte, aber sich ob des großen Erfolges ihres ersten Fischereifestes strahlende Petrijünger den Feierabend herbei.

Schon am frühen Morgen kündigte sich wieder ein heißer Sommertag an und als am Mittag die Sonne auf die Marktweiheranlage herunter brannte, kamen die Petrijünger und ihre Frauen am glühend heißen Holzkohlengrill mächtig ins Schwitzen, doch ihre Gäste warteten geduldig auf die leckeren Fischspezialitäten, wie es sie in dieser Bandbreite und so großer Anzahl in Oberviechtach noch nie gegeben hat.

Während die ersten Fische schon auf dem Grill brutzelten, zeigte Spitzenkoch Andreas Meier aus Pullenried den vielen interessierten Gästen, wie regionale Saiblinge auf flambiertem Gemüse zu einer Delikatesse werden und wie die heimischen Fische mit der richtigen Technik gebraten oder filetiert, zu wahren Leckerbissen werden. 

Natürlich durften die Fischdelikatessen auch probiert werden.

Dazu spielte über den ganzen Tag bis in den Abend hinein die noch ganz junge „Blescher Blos`n“ zünftig auf und zeigte, dass aus ihnen gestandene Musiker werden können, die noch zu so manchem Fest die Besucher mit ihrer Musik erfreuen werden.  

Schon eine Stunde nach der Eröffnung des ersten Fischerfestes war die Marktweiheranlage gut gefüllt und die Gäste freuten sich schon beim Frühschoppen auf die leckeren Fischspezialitäten und standen auch ob des großen Ansturmes gerne etwas länger an, denn das Warten lohnte sich letztendlich immer und ist mit leckeren Fischgericht zu einem fairen Preis belohnt worden.

Am Nachmittag gab es zum Kaffee ein reichhaltiges Kuchenbuffet, wobei die meisten Männer die gekühlten Getränke vorzogen und mit ihren Familien die schattigen Flecken rund um den Marktweiher genossen.  

              Kurzum, es war ein Fischereifest- Debüt vom Feinsten, das alle Erwartungen übertraf und mit Sicherheit, vielleicht schon im kommenden Jahr, eine Neuauflage erfahren wird.

Alexander Fröhlich hat am 14.07.2013 in der Murach 2
       einen Saibling mit 41 cm und
       einem Gewicht von 1100 g gefangen
       Herzlichen Glückwunsch und "Petri - Heil"


Verleihung der Erinnerungspräsente
vom Gemeinschaftsfischen 2013
und Grillfest
in Oberviechtach vom 29.06.2013

Auswertung Gemeinschaftsfischen 2013
      
Fischerkönig Karl Georg mit einem Waller von 80cm und 4700g

Gesamtgewicht   / g

Teilnehmer

Platz

Fische

Los

10500

Schwabenbauer Peter

1

1K/32 Br

20

9750

Karl Georg

2

1 Waller (80 cm)/4K

16

8150

Binder   Alfons

3

6 K

26

5550

Pflug Wolfgang

4

4 K/1Br

25

4500

Scherz Karlheinz

5

3 K

15

4450

Schmid Josef

6

3 K/3Br

18

4100

Wachter Josef

7

3 K

17

3900

Bauer Harald

8

3 K

29

3750

Hammerer Hubert

9

3 K

28

3100

Schwabenbauer Ramona

10

4 K/1Br

20

3050

Fischer Andreas

11

2 K


2950

Fröhlich Alexander

12

2 K

9

2500

Mösbauer Erich

13

1 K/3Br

21

2350

Wurm Reinhard

14

2 K

19

2150

Haberl Erich

15

2 K

22

2150

Pflug Josef

15

1 K

1

1700

Klier Gotthard

16

1 K/1 Br

36

1400

Mösbauer Pauline

17

5 Br

21

  550

Meier Luca

18

1 Br

31

76550






Allen erfolgreichen Anglern  herzlichen Glückwunsch
und weiterhin Petri - Heil


Karl Georg hat am 23.06.2013 im Mühlweiher
       einen Waller mit 80 cm und
       einem Gewicht von 4700 g gefangen
       Herzlichen Glückwunsch und "Petri - Heil"

Gemeinschaftsangeln 23.06.2013 am Mühlweiher
Gemeinschaftsangeln 23.06.2013 am Mühlweiher

Waller als Königsfisch

Fischereiverein trifft sich zur gemeinsamen Fischwaid – bestes Fangergebnis seit Jahren

Oberviechtach/Lukahammer. (baf) Das Gemeinschaftsfischen ist nach wie vor die beliebteste Veranstaltung des Fischereivereins: Eine Veranstaltung, in der nicht in erster Linie der Erfolg zählt, sondern das Zusammensein mit Gleichgesinnten und die Kameradschaft in den Vordergrund gerückt werden, aber auch der Besatz des Gewässers, das an diesem Tage flächendeckend beangelt wird in Augenschein genommen wird und Rückschlüsse auf den Artenreichtum und die Verfassung und Gesundheit der Schuppentiere zulässt. Die Petrijünger lehnen es ab, die Veranstaltung zu einem „Wettangeln“ verkommen zu lassen, in dessen Verlauf möglichst viele Fische in kurzer Zeit gefangen werden. Auch das Hochwasser, das natürlich auch die Pachtgewässer des Fischereivereins heimsuchte, hat sich offenbar doch nicht so schlimm ausgewirkt wie befürchtet, denn es wurden so viele Fische gefangen wie noch nie. Das Highligt aber war der Königsfisch, ein Waller, über den sich Georg Karl an diesem Tag besonders freuen konnte.

Bestes Angelwetter trotz Wetterkapriolen der letzten Tage

Nachdem das Wetter in jüngster Zeit verrückt spielt und zu Extremen neigt, dachten viele Teilnehmer, dass es Schutzpatron Petrus mit seine Jüngern wieder einmal nicht besonders gut meinen könnte. Doch sie hatten sich getäuscht. Vor allem Karpfen, aber auch verschiedene Weißfischarten gingen an den Haken. Wegen seiner Gefräßigkeit und den daraus resultierenden Schäden macht der Waller dem Verein schon Sorgen, um so erfreulicher, dass gerade am Gemeinschaftstag ein solcher Fisch auf die Schuppen gelegt werden konnte und so manches Mitglied motivieren sollte:“ Das kann ich auch, und es gibt auch noch weitaus Größere in unserem Wasser!“

Erfahrungen lassen sich nicht in Schablone pressen

Die Fischerbrotzeit mit Weißwurst und Brezen gehört zur Tradition dieses Tages, unterbricht das Angeln und bietet die Möglichkeit für die Teilnehmer, Erfahrungen auszutauschen, Freude oder Enttäuschung über das bisher Erlebte den zuhörenden Fischerkameraden kundzutun. Mit über 30 aktiven anwesenden Fischern entscheiden natürlich die per Los vergebenen Angelplätze im hohen Maße über Erfolg oder Misserfolg eines Anglers und es kristallisieren sich auch Lieblingsaufenthalte der Fische heraus, doch plötzlich ist doch alles anders und alle scheinbaren Gesetze und Regeln werden auf den Kopf gestellt: Genau das macht das Angeln so interessant und spannend.

Bestes Ergebnis seit 1990

Doch bevor sich die Angler in ihren Karpfenstühlen zurücklehnen konnten, wurde ihnen schon die gewohnte schweißtreibende Arbeit im Rahmen des 1. Arbeitseinsatzes abverlangt, das Mähen des in diesem Jahr extrem hohen Grases an den Rändern und steilen Böschungen der Vereinsgewässer. Demnächst veranstaltet der Verein ein Grillfest, bei dem neben kulinarischen Genüssen die Ereignisse dieser gelungenen Gemeinschaftsveranstaltung ins Gedächtnis zurückgerufen und sicherlich mit den nötigen Fischerlatein gewürzt werden. Die Fischer haben auch allen Grund dazu, denn Schriftführer Josef Wachter, der in seinen Statistiken bis 1990 zurückblickt, konnte für das Jahr 2013 feststellen: „76,6 kg gefangener Fisch, Ergebnis von 1992 deutlich überschritten!“



Übergabe des BJV-Schulkalenders 2013 an der DESO
      

Der Bayerische Jagdverband (BJV) gibt zusammen mit dem Landesfischereiverband Bayern auch für das Jahr 2013 wieder den Schulkalender „“Wald, Wild und Wasser““ heraus.
       Zur Kalenderübergabe waren am Mittwoch der Vorsitzende des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) Kreisgruppe Oberviechtach, Alexander Flierl,  zusammen mit dem Hegegemeinschaftsleiter Rainer Mösbauer und dem Vorstandsmitglied  des Fischereivereins Oberviechtach, Josef Wachter, in die Doktor- Eisenbarth- Mittelschule gekommen, wo ihnen zur Begrüßung die Bläserklassen 4a und 4b ein Ständchen spielten.
       Wie Flierl an die Schüler, Rektor Rudolf Teplitzki und die Lehrkräfte gewandt  ausführte,  soll dieser Kalender mit ausdrucksvollen Tierbildern von Tieren, die oft die Nähe der Menschen suchen,  ein Stück Natur in die bayerischen Klassenzimmer gebracht werden  und bei Schülerinnen und Schülern das Interesse an der Natur und der Tierwelt, die viele nur mehr aus dem Fernseher kennen, wecken.
       Josef Wachter führte aus,  dass Jäger und Fischer Vieles gemeinsam haben, da  sowohl  Wildtiere und Fische als auch ihre Lebensräume  der Hege und Fürsorge bedürfen.
Kann die Jagd erst ab dem 16. Lebensjahr (unter Aufsicht eines erfahrenen Jägers) nach dem Erwerb des Jagdscheines betrieben werden, so darf mit dem Angeln schon weit früher begonnen werden. Doch auch hier  muss ein erfahrener Angler dabei  sein, da auch beim Angeln zahlreiche Vorschriften beachtet werden müssen.
Wer sich für  fürs Angeln interessiert, muss sich aber einem  entsprechenden Verein, z.B. dem Fischereiverein  Oberviechtach anschließen.   Das alljährliche Schnupperangeln im Sommer am Mühlweiher in Lukahammer bietet eine Möglichkeit. Kontakt zum Angelhobby aufzunehmen.


Fisch des Jahres 2013
               
       Die Forellen

Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) hat in Abstimmung mit dem Deutschen Angler Verband (DAV), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) die Forelle zum Fisch des Jahres 2013 gewählt.
      
Die zur Familie der Lachsfische (Salmonidae) zählende Forelle gehört wohl zu den bekanntesten heimischen Fischarten. Je nach Lebensweise unterscheidet man drei verschiedene Formen der gleichen Art: Die Bachforelle, die in der Regel ständig in Fließgewässern lebt, die Seeforelle, die in Süßwasserseen vorkommt, zum Laichen aber in die Zuflüsse aufsteigt, und die Meerforelle, die einen Teil ihres Lebens im Salzwasser verbringt und in Lebensweise und Verhalten dem atlantischen Lachs ähnlich ist. Im Meer hält sie sich bevorzugt in Küstennähe auf und steigt zum Laichen in Flüsse bis hin zu kleinen Bächen auf. Auf der Basis neuerer genetischer Erkenntnisse wird auch die These dreier verschiedener Arten diskutiert.
      
Je nach Lebensraum in den verschiedenen Gewässern entwickeln sich diese Fische unterschiedlich in Größe und Färbung und weiteren Merkmalen. Ausgewachsene Meer- und Seeforellen erreichen, im Gegensatz zu der verhältnismäßig kleinen Bachforelle (20-60 cm und 0,5-2 kg), meist eine Länge von 80–100 cm und ein Gewicht von 10-15 kg. Die drei Ökotypen sind problemlos kreuzungsfähig.
      
Forellen haben einen spindelförmigen, seitlich nur mäßig abgeflachten Körper. Der Kopf ist relativ groß. Das endständige Maul reicht bis hinter das Auge und weist kräftige Zähne auf. Die Färbung der Forellen ist äußerst vielfältig und variiert sowohl zwischen den drei Formen der Forelle als auch zwischen einzelnen Populationen eines Ökotyps. Bachforellen haben eine gelbliche Grundfärbung und einen dunkel bräunlichen Rücken. Sie weisen meist rote, hell umrandete Tupfen auf. Dieses Merkmal unterscheidet sie von den See- und den Meerforellen, deren Schuppenkleid silbrig glänzt und mit schwarzen x- oder punktförmigen Flecken übersät ist. Die Meerforelle ist dem Lachs sehr ähnlich. Alle Jungtiere sind auf den Körperseiten dunkel gebändert.
      
Forellen werden auch vom Laien leicht als solche erkannt. Im Gewässer sind sie jedoch oft schwer zu entdecken, da ihre Körperfarbe zur Tarnung dem Untergrund angepasst ist.
      
Die Bachforelle kommt von Spanien bis zum Ural in ganz Europa in kühlen, sauerstoffreichen, fließenden und stehenden Gewässern mit Kies- oder Geröllgrund vor. Die Oberläufe der Fließgewässer bilden den bevorzugten Aufenthaltsraum und werden daher als Forellenregion bezeichnet. Als wertvoller Speisefisch wurden die Bachforellen in weiten Gebieten der Erde eingebürgert. Die Seeforelle findet man von Skandinavien bis zum Ural, auf den britischen Inseln sowie in den Voralpen- und Alpenseen. Die Meerforelle lebt im europäischen Küstengebiet von Portugal bis hoch in den Norden.
      
Je nach Verbreitungsgebiet findet die Laichzeit der verschiedenen Forellenformen zwischen Oktober und März im Süßwasser statt. Die Eier werden in eine flache Laichgrube gelegt, die das Weibchen im kiesigen Flussgrund durch kräftige Schwanzbewegungen anlegt. Die Brut schlüpft innerhalb von sechs bis acht Wochen und lebt weitere vier bis sechs Wochen lang im Kies von ihrem Dottersack, bevor sie anfängt kleinen Insektenlarven und Krebstieren nachzujagen. Später ernähren sich die Jungfische weiterhin von Insektenlarven und anderem kleinen Getier und nehmen auch geflügelte Insekten an der Wasseroberfläche auf. Als Adulte leben vor allem die großen Exemplare aller drei Formen in der Regel räuberisch und fressen Fische. Jungfische bleiben einen längeren Zeitraum im Laichgewässer, um dann in einen größeren Fluss, einen See oder ins Meer zu ziehen. Nur Bachforellen bleiben oft standorttreu. Geschlechtsreif werden Forellen nach etwa drei bis fünf Jahren.
      
Die beliebte Regenbogenforelle ist übrigens keine heimische Art. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus Amerika eingeführt.
      
Durch die Regulierung und Verbauung unserer heimischen Flüsse und Bäche sind die natürlichen Lebensräume aller drei Forellentypen bedroht. Viele Barrieren in Form von Staustufen und Wehren behindern sie auf ihren Wanderungen und schneiden sie von ihren Laichrevieren ab. Zudem stellen die Turbinen von Wasserkraftwerken eine tödliche Falle für sie dar.
      
Das bedeutet, wir brauchen naturnahe und durchgängige Fließgewässer. Nur dann haben die Forellen, wie auch andere Wasserbewohner, eine Chance als Schmuckstücke unserer heimischen Naturlandschaft erhalten zu bleiben.